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	<title>Wolfsbeeren &#187; Konsum</title>
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		<title>Die Seelendiebe</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 23:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NineBerry</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt ja diese Geschichte, dass manche Leute glauben oder glaubten, wenn man ein Foto von einer Person aufnimmt, klaut man ihr die Seele und kann Kontrolle über sie erlangen. In der Bundespolitik würde ich so etwas vielleicht von den Violetten erwarten, die ja für spirituelle Politik stehen und sich vor allem um das Seelenwohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja diese Geschichte, dass manche Leute glauben oder glaubten, wenn man ein Foto von einer Person aufnimmt, klaut man ihr die Seele und kann Kontrolle über sie erlangen. In der Bundespolitik würde ich so etwas vielleicht von den Violetten erwarten, die ja für spirituelle Politik stehen und sich vor allem um das Seelenwohl der Menschen kümmern wollen. Nun erzählen so etwas aber auch die Grünen <a title="Pressemeldung von Bündnis 90/Die Grünen zu Google Streetview" href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/349/349558.ungeregelte_darstellung_oeffentlicher_ra.html">in einer aktuellen Pressemeldung</a>:</p>
<blockquote><p>Wir stellen uns dagegen, dass ein Unternehmen den öffentlichen Raum im Netz privatisiert.</p></blockquote>
<p>Das Fotografieren des öffentlichen Raums erstellt ja aber nur eine Kopie, ein Abbild des öffentlichen Raumes. Da dadurch kein anderer daran gehindert wird, den öffentlichen Raum für seine eigenen Zwecke zu nutzen, kann man hier ja wohl kaum von einer &#8220;Privatisierung&#8221; sprechen.</p>
<p>Also mal ehrlich, so langsam sollte das im 21. Jahrhundert in den Köpfen der Leute doch angekommen sein: Wenn man etwas kopiert, wird das Original nicht beeinträchtigt. Kopien vervielfältigen ein Gut, machen es besser nutzbar und wirken nicht einschränkend.</p>
<p>Wenn man jemanden fotografiert, klaut man ihm nicht die Seele, wenn man den öffentlichen Raum fotografiert und veröffentlicht, privatisiert man ihn nicht und wenn man Musik mit anderen teilt, ist das kein Diebstahl.</p>
<h3>Nachtrag</h3>
<p>Und überhaupt, was ist das eigentlich für ein bescheuerter Titel der Pressemeldung?</p>
<blockquote><p>Ungeregelte Darstellung öffentlicher Räume im Netz stoppen</p></blockquote>
<p>Eine &#8220;ungeregelte Darstellung öffentlicher Räume&#8221;? Kann nicht erkennen, wo da überhaupt das Problem ist. Wieso sollte man denn regeln, wie öffentliche Räume öffentlich dargestellt werden?</p>
 <p><a href="http://www.neunbeere.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=151&amp;md5=a04d9214bd68574acfa9f02d072f2325" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.neunbeere.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was sollen denn die Leute denken&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 22:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NineBerry</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was Datenschutz angeht, scheint es zwei sehr unterschiedliche Ansichten zu geben. Die einen wollen ihre Daten vor allem vor der Öffentlichkeit schützen, andere vor allem vor nicht öffentlichen Datenschnüfflern. Die aktuelle Diskussion um Google Streetview zeigt das sehr schon. Bei Google Streetview werden statische Bilder öffentlicher Straßenzüge im Internet dargestellt. Man sieht also die Straßen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was Datenschutz angeht, scheint es zwei sehr unterschiedliche Ansichten zu geben. Die einen wollen ihre Daten vor allem vor der Öffentlichkeit schützen, andere vor allem vor nicht öffentlichen Datenschnüfflern.</p>
<p>Die aktuelle Diskussion um Google Streetview zeigt das sehr schon. Bei Google Streetview werden statische Bilder öffentlicher Straßenzüge im Internet dargestellt. Man sieht also die Straßen und die Fassaden der Häuser. Außerdem Leute und Autos, die während dem Zeitpunkt der Aufnahme gerade dort waren.</p>
<p>In Deutschland scheint es dagegen sehr viel Misstrauen zu geben. Fast alle traditionellen Parteien, allen voran CDU/CSU und die Grünen machen deswegen gegen Google mobil. Dabei werden hier öffentliche Informationen (Straßen sind Teil des öffentlichen Raums) der Öffentlichkeit angeboten.</p>
<p>In die Intimsphäre von einzelnen Personen wird nicht eingegriffen, denn die Photos sind ja statisch und geben nur wieder, was zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort passiert ist. Auch gibt sich Google mühen, die Personen durch Verwischen der Gesichter zu anonymisieren. Es ist sogar geplant, Personen automatisch aus den Bildern heraus zu schneiden, so dass gar niemand mehr zu sehen ist.</p>
<p>Dieselben Personen, die Streetview kritisch sehen, scheinen keine großen Probleme mit anderer Form von Überwachung zu haben: Sie haben nichts gegen Überwachungskameras und Vorratsdatenspeicherung, obwohl hier 1) sehr viel mehr Informationen anfallen und 2) die Informationen nicht öffentlich sind, d.h. dass die Inhaber der Informationen alleine diese auswerten können.</p>
<p>Man sieht das wohl deswegen nicht problematisch, weil es ja &#8220;die Guten&#8221; sind, die diese Daten erheben und verwalten: Der Staat sammelt und überwacht, um Verbrecher und böse Terroristen zu fangen.</p>
<p>Bei mir persönlich ist es genau anders herum: Ich habe Probleme mit Überwachung vor allem dann, wenn nicht klar ist, wer welche Daten hat und nicht klar ist, wie die Daten verwendet werden.</p>
<p>Manche Menschen sind eher dem Staat gegenüber kritisch, manche misstrauen eher ihren Mitmenschen.</p>
<p>Von meiner Mutter hörte und höre ich ganz oft den Spruch &#8220;Was sollen denn die Leute denken&#8221;, wenn ich öffentlich etwas tat, was sich in der Dorfgemeinschaft, wo ich aufgewachsen bin, eigentlich nicht gehört. Wenn man z.B. mit rosa gefärbten Haaren in der Gegend herum läuft, was sollen denn da die Leute denken? Oder wenn mittags noch die Rolläden an den Fenstern geschlossen sind, weil man die ganze Nacht in der Disko war, was sollen denn da die Leute denken?</p>
<p>Mir ist es relativ egal, was &#8220;die Leute&#8221; von mir denken. Nicht egal ist es mir aber, wenn eine Institution mehr Informationen über mich hat als ich über sie.</p>
 <p><a href="http://www.neunbeere.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=146&amp;md5=81add29c4630aee7d6a342848a38caca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.neunbeere.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rauchverbot</title>
		<link>http://www.neunbeere.de/blog/2010/07/rauchverbot/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NineBerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufgrund des Volksentscheids am Wochenende in Bayern wird das Thema „Rauchverbote“ auch in der restlichen Republik wieder heftig diskutiert. Ich stehe bei dieser Frage auf der Seite der Verbotsbefürworter, um den Schutz der Nichtraucher vor den Folgen des Passivrauchens zu gewährleisten. Im Folgenden werde ich schildern, wie ich persönlich von der Einführung des Rauchverbots vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund des Volksentscheids am Wochenende in Bayern wird das Thema „Rauchverbote“ auch in der restlichen Republik wieder heftig diskutiert. Ich stehe bei dieser Frage auf der Seite der Verbotsbefürworter, um den Schutz der Nichtraucher vor den Folgen des Passivrauchens zu gewährleisten.</p>
<p>Im Folgenden werde ich schildern, wie ich persönlich von der Einführung des Rauchverbots vor 3 Jahren in Baden-Württemberg profitierte und dann ausführen, wieso Rauchverbote als staatliche Maßnahmen, die in die Freiheit der Bürger eingreifen, in diesem Fall angemessen sind.</p>
<h2>Anekdote</h2>
<p>Anekdoten gelten in der Wissenschaft zu Recht nicht als Beweise. Sie können aber dazu dienen, wissenschaftlich bewiesene Fakten zu illustrieren. So auch in diesem Fall: Zahlreiche Studien belegen, dass es zu gesundheitlichen Nachteilen führt, wenn Menschen (sowohl Raucher als auch Nichtraucher) in großem Maße Passivrauch ausgesetzt sind. Meine persönliche Erfahrung bestätigt dies.</p>
<p>Schon als Kind war ich besonders anfällig für Erkrankungen der Atemwege. Ich war mehrmals wegen einer akuten Bronchitis einige Zeit bettlägerig und hatte auch sonst sehr viel häufiger und heftiger Erkältungen als andere Kinder.</p>
<p>Ende 2001 litt ich erneut an einer heftigen Bronchitis, die sich über mehrere Wochen verstärkte, bis ich fast gar keine Luft mehr bekam. Mein Hausarzt, gleichzeitig Pulmologe, diagnostizierte COPD und verschrieb mir von da an die tägliche  Behandlung mit Cortison (via Inhalations-Spray). Über mehrere Jahre musste ich diese Anwendung fortsetzen. Versuche, die Cortison-Behandlung zu reduzieren oder das Versäumnis, rechtzeitig Nachschub an Spray zu besorgen, endeten immer in akuten Bronchitisschüben.</p>
<p>Ab Ende 2007 war damit aber Schluss. Ich bemerkte irgendwann, dass meine Sprays schon seit mehreren Tagen oder Wochen leer waren, ohne dass ich irgendwelche negativen Folgen spürte. Seitdem kann ich komplett auf Kortison verzichten.</p>
<p>Passenderweise war dies genau ein Viertel Jahr  nach Einführung des Rauchverbots in Baden-Württemberg. In diesem Moment fiel mir auch noch ein anderer Zusammenhang auf. Ich hatte etwa Ende 1999 damit begonnen, regelmäßig (ein oder zweimal pro Woche) ganze Nächte in Diskotheken mit Tanzen zu verbringen. Dort war ich dann natürlich auch immer die ganze Nacht Zigarettenrauch ausgesetzt. Die COPD-Problematik begann nach zwei Jahren regelmäßigen Passivrauchens in Diskotheken und endete kurz nach Ende des regelmäßigen Passivrauchens. Ich persönlich sehe da einen ganz klaren Zusammenhang.</p>
<h2>Abwägung von Rechten</h2>
<p>Ganz abgesehen von diesem besonderen gesundheitlichen Aspekt könnte ich mir heute auch generell nicht mehr vorstellen, mich freiwillig eine ganze Nacht in einem verrauchten Raum aufzuhalten. Es fällt mir auch schwer, mir vorzustellen, wie ich das früher überhaupt ausgehalten habe.</p>
<p>Die Antwort auf diese Frage ist aber klar: Die Teilnahme an solchen gesellschaftlichen Ereignissen (in meinem Fall Clubkultur) hat mir ganz besonders viel gegeben: Die Möglichkeit, andere Menschen zu treffen und sich sozial auszutauschen, die berauschende Musik, die Glückshormon ausschüttende Dauerbewegung beim Tanz, das Gemeinschaftsgefühl beim Bewegen in der anonymen Masse, aber auch das Ergötzen an den Tanzbewegungen anderer und der Stolz, wenn man merkt, wie einen andere beim Tanzen beobachten.</p>
<p>Man könnte nun sagen: Das ist eine Frage der Freiheit: Der  Wirt und die Gäste machen das unter sich aus. Wenn die meisten Gäste rauchen möchten oder nichts dagegen haben, muss derjenige, der Probleme mit dem Rauch hat, eben für sich entscheiden, was für ihn wichtiger: Bei dem Event dabei sein oder nicht eingeräuchert zu werden. Jemanden vor diese Wahl zu stellen, ist aber extrem unfair.</p>
<p>Meiner Meinung nach hat jeder das Recht auf die Möglichkeit zur Teilhabe am kulturellen Leben. Um dies sicherzustellen, gibt es z.B. auch Verpflichtungen, Zugangsmöglichkeiten für Behinderte zu schaffen. Eine rauchfreie Umgebung stellt für sehr viele Menschen genauso eine Zugangsvoraussetzung dar wie die Rampe für den Rollstuhlfahrer. So jemanden dazu zu zwingen, sich trotz seiner gesundheitlichen Situation einer verrauchten Umgebung auszusetzen, wenn er am kulturellen Leben teilhaben möchte, ist für mich nicht vertretbar.</p>
<h2>Der Markt regelt das?</h2>
<p>Wieso  regelt dies der Markt nicht? Wieso schafft der Markt nicht ausreichende Angebote an rauchfreien Kneipen und Diskotheken, wenn sich doch eine Mehrheit der Gäste lieber in einer rauchfreien Umgebung aufhält?</p>
<p>Ich gehe hier mal nicht näher auf Kneipen ein, sondern nur auf Diskotheken, da ich da eben persönliche Erfahrungen habe. Bei Restaurants hatten sich entsprechende Angebote (Nichtraucherzonen) schon vor entsprechenden gesetzlichen Regelungen etabliert.</p>
<p>Ein Grund, warum dies bei Diskotheken nicht klappte, liegt sicher darin, dass der Markt sehr fragmentiert ist und zwar nach Musikrichtungen bzw. Szene, die sich in der Disko aufhält. Ein Gast sucht sich eine Diskothek nicht danach aus, ob dort geraucht wird oder nicht, sondern wie ihm die Musik gefällt und wie er mit den anderen Gästen dort auskommt. Was nützt mir eine rauchfreie Diskothek, in der House gespielt wird, wenn ich mit der Musik absolut nichts anfangen kann?</p>
<p>Diskothekenbetreiber haben hier Quasi-Monopole, da es in einer bestimmten Gegend selten mehr als ein oder zwei Clubs gibt, die am gleichen Abend denselben Musikstil bieten. Wieso sollte so ein Monopolist auf die Bedürfnisse von Nichtrauchern Rücksicht nehmen, wenn diese ja trotzdem kommen (Was sollen sie auch sonst machen?) und man mit dem Verkauf von Zigaretten und der Werbung der Tabakkonzerne in der Diskothek gutes Geld verdienen kann?</p>
<h2>Vorbild Bayern?</h2>
<p>Das besonders strenge Rauchverbot, das in Bayern durch die Volksabstimmung beschlossen wurde, löst einige Probleme, die es vorher gab. Es geht in einigen Punkten aber selbst in meinen Augen zu weit.</p>
<p>Die Bedürfnisse von Angestellten wurden bisher bei der Ausgestaltung von Rauchverboten in den Bundesländern nicht ausreichend berücksichtigt. In vielen Bundesländern gelten Rauchverbote nicht überall dort, wo Angestellte arbeiten. Diese können sich ja aber noch viel weniger als der Gast aussuchen, ob sie sich dem Rauch aussetzen möchten oder nicht. Nach der neuen Regelung in Bayern ist das Rauchen nun garantiert überall verboten, wo Angestellte arbeiten.</p>
<p>Das bisherige Rauchverbot sah  Ausnahmen für Festzelte vor. Als Festzelte gelten dabei nicht nur tatsächliche Zelte, sondern auch Hallen, die für kurze Zeit für Veranstaltungen verwendet werden. Neben den Angestellten, die dort arbeiten müssen, ist dies vor allem problematisch, da bei solchen Veranstaltungen teilweise auch Kinder zugelassen sind. Ich kann mich noch gut an regelmäßige Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern oder sonstige Feiern lokaler Vereine in meiner Kindheit erinnern, zu denen mich meine Eltern mitgenommen haben. Die Hallen waren immer extrem verraucht. Wenn bei der Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins oder des Sportvereins der Nikolaus kam und die Kinder beschenkte, standen diese auf der Bühne immer in eine Wolke Tabakrauch gehüllt.</p>
<p>Das neue Rauchverbot in Bayern sieht keine Ausnahmen für reine Rauchernebenräume vor, die als separate Nebenzimmer keinem anderen Zweck dienen und wo es auch keine Bewirtung gibt. In einigen der Clubs, in denen ich öfter verkehre, gibt es solche separaten Raucherräume, und weder Angestellte noch andere Gäste werden dadurch Tabakrauch ausgesetzt. Ich sehe keinen vernünftigen Grund, diese Möglichkeit auszuschließen.</p>
 <p><a href="http://www.neunbeere.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=125&amp;md5=711ea0b1faf4f67eddb7cba7553f5585" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.neunbeere.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Matratzengeburtstag</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 01:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>NineBerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Banales]]></category>
		<category><![CDATA[Bett]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Matratze]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin eigentlich gerade dabei, schlafen zu gehen. Beim Wechseln der Bettwäsche fiel mir ein, dass mein Bett demnächst seinen zehnten Geburtstag feiert und mit dem Bett auch die Matratze, die ich zum gleichen Zeitpunkt gekauft habe. Dasselbe gilt auch für den Lattenrost. Ich erinnere mich, dass beim Kauf der Matratze ein Kriterium besonders wichtig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eigentlich gerade dabei, schlafen zu gehen.</p>
<p>Beim Wechseln der Bettwäsche fiel mir ein, dass mein Bett demnächst seinen zehnten Geburtstag feiert und mit dem Bett auch die Matratze, die ich zum gleichen Zeitpunkt gekauft habe. Dasselbe gilt auch für den Lattenrost.</p>
<p>Ich erinnere mich, dass beim Kauf der Matratze ein Kriterium besonders wichtig war: Die Matratze kann man zerlegen und alle Einzelteile in einer Waschmaschine waschen. Das ist besonders hygienisch.</p>
<p>Nun ratet mal, wie oft die Matratze in den letzten zehn Jahren gewaschen wurde. Genau: Kein einziges Mal.</p>
<p>Beim Kauf des Lattenrostes war ein ganz wichtiges Kriterium, dass man durch Verschieben einiger Elemente die Härte des Rostes individuell einstellen kann. Das ist von Vorteil, wenn man mal mehr und mal weniger wiegt, damit der Lattenrost zum Körpergewicht passt.</p>
<p>Nun ratet mal, wie oft ich den Lattenrost in den letzten zehn Jahren neu eingestellt habe. Genau: Kein einziges Mal; und ich habe in den letzten zehn Jahren zu verschiedenen Zeiten jeweils sehr viele Kilogramm an Gewicht ab- bzw. zugenommen.</p>
<p>Es ist mir schon häufiger aufgefallen, dass Menschen bei größeren Anschaffungen oft großen Wert auf bestimmte Funktionen des gewünschten Produkts legen, die sie später im realen Leben nie nutzen.</p>
<p>Das macht deutlich, wie wenig unser menschliches Handeln im Alltag mit unserer eigenen rationalen Vorstellung davon zu tun hat. Wir halten uns selbst für sehr viel vernünftiger als wir sind, bzw. unser alltägliches Handeln ist eben mehr von Gewohnheit und Instinkt gesteuert als von rationalen Überlegungen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.</p>
<p>Man kann daraus wichtige Schlussfolgerungen für viele politische und Politik-philosophische Fragen ziehen. Da ich nun aber wirklich müde bin, überlasse ich diese Aufgabe dem geneigten Leser. <img src='http://www.neunbeere.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
 <p><a href="http://www.neunbeere.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=19&amp;md5=534c4b2f399bbdfa30969db4f9b44cdb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.neunbeere.de/blog/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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